Jörg Harley sinniert
Angekotzt ist gar kein Ausdruck. Man möchte die Wand anschreien, brechen, hinausrennen und Amok laufen oder einfach nur aus der reinen Verzweiflung raus stundenlang masturbieren. Ein Zustand der einen Namen braucht, wie wäre es mit Elend? Auf einmal fängst du an Dinge an dir zu sehen die du noch nie gesehen hast, fühlst Zustände die du so noch nie gekannt hast und kannst plötzlich Sachen nachvollziehen für die du vorher schlimmstenfalls Spott und bestenfalls Mitleid übrig hattest. Du versuchst aus diesem Zustand, der keiner ist, auszubrechen, schlägst wild um dich, ringst nach Atem, lässt deinen Emotionen freien Lauf. Es nützt nichts. Die Schlinge zieht sich immer enger zu, du suchst nach einer Schere um sie zu zerschneiden, dich zu befreien und zerstörst dabei alles was dir wichtig war und hältst es dabei für die beste Entscheidung. Und wunderst dich dann, dass alles noch mehr den Bach hinuntergeht. Du fängst von vorne an, versuchst es erneut, strengst dich an, spielst mit, fällst wieder auf die Schnauze. Du fragst dich warum es keiner sieht, warum keiner es erkennt, dir keiner hilft und plötzlich fühlst du dich allein und separiert und beginnst dich zu fragen ob das alles noch Sinn macht. Du erinnerst dich an gesagte Dinge von anderen Leuten, die dir zu verstehen gaben, dass du etwas besonderes bist, doch auf einmal sind sie alle weg oder zumindest einen Schritt weiter, haben dich rechts überholt und du hast scheinbar alles verloren was dich zu dem gemacht hat was sie einstmals in dir gesehen haben, zumindest erscheint es dir so, aber es ist ja keiner mehr von ihnen da, also was sollst du denken oder wen sollst du danach fragen? Es kommt dir plötzlich alles gelogen vor, als pure Anbiederung und Verklärung deiner selbst, weil ja augenscheinlich nichts davon gestimmt hat, zumindest hat es niemand sonst erkannt. Und so weicht langsam aber stetig all das Gute, das Schöne und das Glückliche, also alles positive eben, aus deinem Bewusstsein und öffnet die Türe für Eintönigkeit, Stumpfsinn, Trostlosigkeit und, am schlimmsten, Selbstmitleid. Und niemand ist da dem du es sagen kannst, dem du es entgegenschreien kannst, weil du alle verjagt hast, beziehungsweise weil du dich nicht traust denjenigen Übriggebliebenen, denen du es noch sagen könntest deine Resignation einzugestehen, um wenigstens ihre Illusion aufrechtzuerhalten. Und draußen wird der Sommer zum Herbst, na super…






24. November 2009
Ey Jörg, du alte Emo-Hupe, mach’ mir hier fei ja keinen auf Nazi-Analtorhüter!! Und ich weiss zwar auch nicht wirklich, was zur Zeit dein konkretes Problem ist, aber lass mich dir hiermit eines feierlich vergewissern: ICK FIND’ DIR KNORKE!! (und ich hoffe doch mal sehr, dass dieses öffentliche Geständnis dein Elend nicht noch zusätzlich potenziert, höhöhö …) Nee, im Ernst jetzt, wir gehen demnächst mal wieder miteinander saufen, ‘woll?! Bussi aufs Bauchi,
Dein Ben
26. November 2009
spacken!
15. Dezember 2009
Hey Kalle, sag mir doch zum Schluß, woher kommt dein strammer Schuß? Ich ein Spacken, ach geh doch kacken…