Reviews
SONIC SURF CITY / FAST FOOD – Lights Out
[Rumble] SONIC SURF CITY, 1988 in Norrköping, Schweden gegründet und ursprünglich bis 1997 existierend, kann man wohl sicherlich ohne zu lügen zu den gleichsam bestgehütetsten Geheimnissen, wie auch schändlicher Weise zu den am meisten unterbewerteten Bands des 90er Jahre Pop-Punks zählen … Wobei, vielleicht trifft das ja auch nur auf unsere Breitengrade zu, vermochten es die Burschen doch immerhin sich im fernen …
1328 – Music For The Drinking Class
[Eigenproduktion; www.1328-beercore.de] Bei Nennung der Zahlenkombination 1328 sollte es doch bitteschön bei jedem anständigen Ureinwohner der bayerischen Weisswurscht-Metropole ordentlich schnackeln, zählt dieses Jahr doch nebst 1158 (der ersten urkundlichen Erwähnung) und 1860 (Gründung eines nicht gerade unbedeutenden Turn- und Sportvereins) zu den wichtigsten Kerndaten der Münchner Stadtgeschichte. Anno 1328 wurde schließlich die wundervolle Augustiner Brauerei gegründet und tief beseelt von …
THE STILETTOS – Fuck It Rock It
[Tocado] 13 Songs, die zumeist im Mid-Tempobereich der nicht allzu schrottig definierten Gefilde des Garagenrocks wildern, bekommt man hier auf dem mittlerweile vierten Album des niederländischen Trios serviert. Hier und da wird mal ein wenig nach Skandinavien geschielt, an anderen Stellen wie zum Beispiel bei “Going down and lovin it” kommen ein paar schwermütige STROKES-Reminiszenzen zum Tragen, aber alles in allem …
ACROSS THE BORDER – Hag Songs
[Twisted Chords] Puh, ganz schön harte Nuss das hier! Mit den Worten “Du stehst doch auch auf so Folk-Mucke” drückte mir letztens Meister Knack diesen Rerelease des vor 16 Jahren erschienen Debüt-Longplayers der badensischen Heroen in die Hand und nun sitze ich also mit leichtem Fragezeichen im Gesicht vor der heimischen Anlage und muss registrieren es hier natürlich mit der keltischen …
GOLDEN BOYS – Electric Wolfman
[Alien Snatch] Binnen weniger als zwölf Monaten liegt mir also schon wieder ein neues Album (wohl das insgesamt bereits vierte) dieses offensichtlich sehr fleissigen, texanischen Quintetts vor. Der titelgebende Opener stellt dabei zunächst einen ziemlich coolen, leicht psychedelisch angehauchten Garagenblueser dar und mündet sogleich in eine dezent schwülstige aber durchaus schöne und sehr soulvolle Südstaaten-Ballade namens “Rock with me forever”. Weiter …
SKARBONE 14 – Satellites
[ANR] Uaaaaaarghh, kaum fünf Sekunden nachdem diese Scheibe im Schlitz meines CD-Players verschwunden war, wäre ich ja vor Schreck schon am liebsten aus dem Fenster gesprungen!! In Balkanbeats getränkter Schützenzeltska, der mir noch dazu in meiner absoluten “Lieblingssprache” franzackisch entgegendröhnt: Oweh, oweh, oweh, das kann ja noch heiter werden, so mein erster Gedanke … Doch bereits ab dem zweiten, recht …
THE UNTAMED – Delicious Death…
[Heptown] Jo schon klar, auf den ersten audiovisuellen Eindruck hin erfüllt das dritte Album dieses Kopenhagener Trios natürlich sämtliche leidig-abgeranzten Horrorpunk-Klischees, die dem geneigten Rezensenten mittlerweile doch ehrlich gesagt ziemlich zum Halse heraus hängen: Die Musikanten verschleiern ihre Identität mittels irre gruseliger Synonyme wie “Helle Hellcat” oder auch einfach nur schlicht “The ghoul”, die Texte handeln routiniert die üblichen genre-immanenten Thematiken …
ROCK’N'ROLL ADVENTURE KIDS – Early In The Morning 7″
[Squoodge] Ach du heiliges Kanonenrohr, was für einen manischen, brillant geistesgestörten, megaheißen Superhillbilly-Lofi-Garagenpunk-Tornado bekommt man hier denn bitteschön mal wieder von den beiden kalifornischen Oberkaputtniks um die Ömme geknallt?!?!?!? Klingt ungefähr so, als hätte Darin Raffaelli von SUPERCHARGER Mitte der 90er eine Hasil Adkins-Session der DIRTYS auf einem abgeranzten Tonband aus alten Sowjetbeständen verewigt. Nur schade, dass wahrscheinlich keiner von …





