Soliabend für den Antifaschisten Ivan Khutorskoy

18. November 2009

Gestern Abend, am 16. November 2009 wurde in Moskau der 26-jährige Antifaschist Iwan Chutorski in seinem Hauseingang hinterhältig erschossen.
Iwan organisierte in letzter Zeit den Saalschutz bei antifaschistischen Konzerten, und führte Kampfsporttraining für Genossen durch. Den Rechtsextremen war er wohlbekannt, sein Name tauchte neben denen von Stanislaw Markelow und Nikolai Girenko beständig in den Todeslisten der Nazis auf.

Vor dem gestrigen Mord waren bereits drei Mordversuche an Iwan verübt worden. 2005 wurde Iwan von Nazis überfallen, die ihm seinen Kopf zerschnitten. Ein weiteres Mal überlebte er nur durch ein Wunder, als ihm Nazis im Hauseingang auflauerten und mit einem Schraubenzieher zahlreiche schwere Verwundungen im Halsbereich zufügten. Im Januar dieses Jahres überlebte er wiederum nur knapp einen Messerstich in den Bauch, den er bei einem Straßenkampf mit Nazis erhielt.

In Moskau ist dies bereits der sechste Mord an Antifaschisten durch militante Rechtsextreme. Im April 2006 starb der 19-jährige Alexandr Rjuchin an Messerstichen, im März 2008 wurde bei einem Messerangriff Alexej Krylow getötet, im Oktober 2008 wurde Fedor Filatow, ein Anführer antifaschistischer Skinheads, neben seinem Hauseingang ermordet und am 28. Juni 2009 starb der Antifaschist Ilja Dshaparidse bei einem Überfall der Rechtsextremisten.

Am morgigen Donnerstag, 19.11., gibt es einen Soliabend für die Angehörigen des ermordeten Vanya Kostolom in der Schreina47. Die Einnahmen des Cocktailtresens werden gespendet.

19.11.2009, ab 20.00 Uhr, Schreina47

Soliabend für den 26-jährigen Antifaschisten Ivan Khutorskoy (aka Vanya Kostolom), der am Abend des 16. November vor seiner Haustür in Moskau erschossen wurde. Ivan war einer der führenden Köpfe der antifaschistischen Bewegung in Russland und Mitbegründer von R.A.S.H. (Red and Anarchist Skinheads). Für die meisten seiner Freunde ist klar, dass Ivan von russischen Neonazis mit zwei Schüssen in den Hinterkopf geradezu hingerichtet wurde. Sein Name, seine Adresse und Fotos von ihm wurden immer wieder auf Nazi-Webseiten veröffentlicht und zu Angriffen gegen ihn aufgerufen. Eintritt frei.

Schreina47
Schreinerstr. 47
10245 Berlin
U-Bhf. Samariterstrasse

11 Kommentare

  • The Crowd
    24. November 2009

    so, das war es. sichtung beendet und das produkt für mies befunden. setzen sechs. punk aus freiburg.

  • The UnCrowd
    24. November 2009

    Dank dir Schätzchen. Neid ist die höchste Form von Anerkennung … Küsschen nach Freiburg bzw. in den Sandkasten von Denzlingen

  • The Crowd
    24. November 2009

    sorry, falsch interpretiert. wunschdenken lässt grüßen.

  • The UnCrowd
    24. November 2009

    gottchen muss dir langweilig sein.
    im übrigen lassen wir es nicht zu, dass du, nur weil keiner mit dir spielen möchte, die plattform welche für den aufrechten Antifaschisten Ivan Khutorskoy bestimmt ist, verschandelst

  • The Crowd
    24. November 2009

    wer sich in gefahr begibt, wird darin umkommen. wann begibt sich der pankerknacker endlich mal in gefahr anstatt immer nur rumzulabern?

  • The Crowd
    24. November 2009

    die ganze pankerknackerplattform ist nur für khutorskoy bestimmt? wow! der muss aber wichtig gewesen sein.

  • Uargh!
    24. November 2009

    “wer sich in gefahr begibt, wird darin umkommen”
    auf ner seite die das gewaltsame ableben ein politisch engagierten menschen zum thema hat? ergo “ist doch klar dass du stirbst wenn du dich gegen nazis engagierst”?
    glückwunsch, der preis für das dumme arschloch des tages geht an dich. halt doch bitte einfach dein pubertäres maul.

  • The Crowd
    29. November 2009

    ah, beim pankerknacker arbeitet nun herr schäuble. daher die viele zensur. so ist das also. meinungsfreiheit wird hier also aktiv unterdrückt, was nicht anders zu erwarten war.

  • Robert Enke
    30. November 2009

    halt einfach deine fresse du frustrierter, alleingelassener vollspacken und heul dich woanders aus. deine “meinung” will hier keiner lesen. geh zu mami, geh zu papi, geh zum kanzler! BRING DICH UM

  • Völkischer beobachter
    30. November 2009

    Haha, da habt ihr Euch ja mal ein lustiges Kerlchen angelacht, der die Seite mit seinem Schmarn am Leben hält und ganz nebenbei Meinung mit Polemik verwechselt. Was habt Ihr dem Typ bloß angetan? Der scheint durch euch zutiefst in seiner Persönlichkeit getroffen bzw. gekränkt zu sein. Prost aus dem Trinki.

  • Oh No!
    30. November 2009

    yeah, “einschränkung der meinungsfreiheit”, das bomben-argument der geistig armen. kommt in internet-diskussionen immer wenn labertaschen sich abgelehnt fühlen. nichts auf der welt verpflichtet einen blog-betreiber irgendwelchen spacken nen forum zu bieten, die subjektive einschätzung von qualität ist in diesem umfeld völlig legitim.
    gemäss godwin’s law steigen die chancen auf nen nazi-/hitlervergleich in den näxten kommentaren übrigens dramatisch…

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7. February 2012

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