PUNKROCK – WACHKOMA-PATIENT ZWEI NULL NULL SIEBEN

11. Februar 2011

Nicht ein einziges namenloses Kreuz, nicht eine Urne auf der Bühne.
Stattdessen: schweißbedeckte Schmerbäuche
– schamlos schwingend und schwabbelnd
im Scheinwerferlicht,
speckig glänzend wie Schweinsleder.
Morsche, gichtgeplagte Knie, die die Last dieser in den langen Jahren des Stillstands herangezüchteten Fett- und Östrogen-Castoren nur mit Mühe in der Waage halten können.
Schlaffe, rotgeäderte Bäckchen.
Tätowiertes Armfleisch – so lappig wie eine Ziehharmonika nach zwanzig Minuten Vollwaschgang.
Das schüttere Haar …

alles lesen

Service 2000 und das Gold unserer Tage

11. Februar 2011

Service 2000 und das Gold unserer Tage
Meine Hände sind klebrig und stinken nach altem Bier.
Der Gedanke, dass alles so schmeckt wie es riecht, wird durch ein zögerliches Lecken an meinem linken Zeigefinger in seinem Wahrheitsgehalt bestätigt. Ekelig!
Als ich heute Morgen auf dem Wohnzimmerboden meiner Wohnung aufgewacht bin und in der Küche auf das Meer an Pfandflaschen stieß, war der Zeitpunkt …

alles lesen

Die Beschneidung [von Jess Jochimsen]

11. Februar 2011

Mein Sohn Tom kam völlig aufgelöst aus der Schule.
„Papa“, brüllte er noch auf der Straße, so dass es die ganze Nachbarschaft hören konnte. „Papa, Papa, dem Paul haben sie den Pimmel abgeschnitten.“ – „Bitte?“ – „Dem Paul haben sie den Pimmel abgeschnitten. Zur Strafe. Er hat’s allen gezeigt.“ – „Äh, komm doch erst mal rein.“
Drinnen ging’s weiter: „Wirklich, Papa, er …

alles lesen

Wetten dass !!

11. Februar 2011

„Jetzt ham wir den Salat“, seufzte Ben und stürzte gierig sein Konterbier hinunter. „Beim Salat dürfte es wohl nicht bleiben“, unkte Satori zynisch. Sie schauten sich an und mussten lachen. „Wert war es das Späßchen auf alle Fälle“, grinste Knack, der dritte in der Runde und begann die letzten 48 Stunden zu rekonstruieren. 48 Stunden die es fürwahr in sich …

alles lesen

On the Road again – Heute: „In 36 Stunden Freiburg-Berlin und zurück“

11. Februar 2011

Mit ein wenig Glück kann man in der schönen Bundeshauptstadt tatsächlich was erleben. Selbst wenn man gerade mal nur läppische 12 Stunden Aufenthalt hat. Man muss sich dabei lediglich etwas beeilen.
Will man davon wirklich etwas haben, sollte man vor allem schneller Auto fahren, schneller Bier trinken und schneller reden. Ferner sollten Toilettengänge und Mittagschläfchen vermieden werden …
Kein Problem für zwei …

alles lesen

Panem et circenses

11. Februar 2011

Mit dem Entstehen des Imperium Romanum waren die autarken Bauerngemeinden der Vorzeit verschwunden, und die ehemals freien Landwirte mussten als Proletarier in Rom mit Getreide aus den Provinzen versorgt werden. In dem riesigen Circus Maximus wurden sie mit Spielen, vor allem Wagenrennen, unterhalten, während sie sich in den Amphitheatern wie dem Kolosseum an Gladiatorenkämpfen und Tierhetzen ergötzten. Nebenbei wurde Brot …

alles lesen

BONNOT ERZÄHLT

11. Februar 2011

„Thomas? Das war ein verlauster Hippie…Er studierte Politik. Das war sein Lebensinhalt. Er erzählte von nichts anderem. Außer vom Klassenkampf und der Unterdrückung und Ausbeutung der Werktätigen durch die Bourgeoisie. Proletarier aller Länder vereinigt euch und so…Dass gerade so einer, so Sprüche losließ, war schon krass. Gerade der, der noch niemals gearbeitet hatte, will den Proletariern die Richtung weisen. Dass …

alles lesen

Amoklauf in der Sauna

11. Februar 2011

Als der Doc vor einigen Jährchen meinte, ich müsse der Gesundheit zuliebe künftig zu den fies dreinschauenden Muskelmännern gehen, befürchtete ich das Schlimmste: Das Klischee ließ Anabolika verseuchte Türsteher mit kurzen Schwänzen und wenig Hirn erwarten, welche bei der Aufgabe bis drei zu zählen bereits ins Schwitzen geraten.
Selbstverständlich wurde auch dieses Vorurteil beinahe ausnahmslos bestätigt. Fürwahr erschreckend, dass die meisten …

alles lesen

Seite 5 von 32« Erste...34567102030...Letzte »

Powered by WordPress.org - WordPress Theme deZine by ThemeShift.com