“PUNKROCK” #11
Würde der ehemalige Oi!-Free-Youth-Anführer Bocky nur halb soviel Zeit in sein süßes Heftchen investieren, wie er, basierend auf persönlicher Aversionen, grün vor Neid und Missgunst damit verbringt völlig unreflektiert über andere herzuziehen, könnte es eines Tages eventuell noch mal was mit dem Punkrock werden. Einige seiner Mitschreiber haben durchaus Potential. Er selbst sollte sich hingegen zukünftig darauf beschränken für Oi!-Bands traditionelles Liedgut zu verfassen und sich als deren Klassen-Sprecher aufzuspielen. Dort ist er mit seinen ihm in die Wiege gelegten Rhetorikkünsten mit Sicherheit besser aufgehoben, als in einem Fanzine, das mit aller Macht darum bestrebt ist den Punkrock-Olymp zu erobern. Dass dieses Ziel jedoch nur durch eigene Leistung, Innovation und Kreativität, nicht aber durch Ellenbogenverhalten, Lästerei und durchschaubare Polemik zu erreichen ist, hat unserem wortgewandten Vorzeige-Philosophen wohl noch keiner geflüstert. Vielleicht sollte sich dem mal endlich einer annehmen. So fungieren beim Punkrock doch durchaus ein paar kluge Köpfe, die dazu in der Lage sein müssten, ihren eifersüchtigen Herausgeber im eigenen Interesse zur Räson zu bringen, bevor dieser noch das komplette Zine der Lächerlichkeit preisgibt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Bocky seinen Kollegen einen Gefallen damit tut, seine privaten Nebenkriegsschauplätze auf dem Rücken des Punkrocks als Ganzes auszutragen. [Stefano Stiletti]






8. Dezember 2010
haha, das trifft den nagel auf den Kopf !