GENEPOOL – Lauf! Lauf!
[Rookie] Sagenhaft: Bei
diesem Album hier handelt es sich tatsächlich um den bereits dritten Longplayer dieses bundesweit verstreuten, aber offiziell in Köln ansässigen Sextetts und doch habe ich sie bislang weder musikalisch als auch nur vom Namen her wahrgenommen. Mag wohl hauptsächlich daran liegen, dass ich halt eher weniger in der Postpunk- und Wave-Ecke zu Hause bin, denn gerade aus jenen schön kühlen Syntesizer-Klangkaskaden der späten 70er und fühen 80er Jahre beziehen die offensichtlich auch nicht mehr ganz so jungen Herren einen Großteil ihrer Einflüsse. Zwar ist der Opener “Let’s stay friends” (trotz des Plattentitels sind sämtliche Songs auf englisch) noch ein ziemlich straighter Indiedisco-Tanzflächenfeger, der bestens dazu geeignet ist das Hüftgold von trendbewussten ConnoisseurInnen der KAISER CHIEFS und Konsorten in freudige Vibrationen zu versetzen, doch bereits ab dem darauffolgenden “The maggots” drängen sich Assoziationen an JOY DIVISION, XTC, rockigere SISTERS OF MERCY oder gar düstere DEPECHE MODE (naja, zumindest verleiht der Refrain bei “Closer” für mich so einen ganz dezenten dahingehende Anklang …) zunehmend auf. Wobei allerdings auch erfreulich oft die dreckig verzerrten Punkrockgitarren ausgepackt werden, um dem feinen Soundgebräu eine dezent misfitsche Geschmackskomponente beizufügen. Zugegeben, recht kolossales Namedropping, aber die Männer haben halt songwriterisch in der Tat ’ne ganze Menge schwarzer Tinte auf dem Füller, scheuen hier und da noch nicht mal vor gekonnten Bläsereinsätzen zurück (schön schräg auf “She-bot” und fast schon mariachimäßig bei “Brothers and sisters”) und insbesondere die brillante Rhythmus-Sektion mit zwei (!) Schlagzeugen powert die Songs unablässig nach vorne. Doch, doch, durchaus schöne Musik, die insbesondere (aber selbstverständlich nicht nur) den Fans der oben genannten Bands wärmstens ans Herz zu legen ist! [ben accident]






25. Januar 2010
leg dir die ersten beiden zu… die sind sowas von besser
2. Februar 2010
@Nico: IDIOT! Ein ewig verkalkter Gestriger bist du. Die trauen sich wenigstens noch was. Nicht so wie Smoke Blow, die jetzt einen auf “Hart” machen, wie Metallica.
2. Februar 2010
whooopsie doopsie!
ausserdem lege ich wert darauf ein “verkalkter Ewiggestriger” zu sein, kein “ewig verkalkter…”
einen wunderhübschen tag noch.
3. Februar 2010
Ich muss leider auch sagen, die ersten beiden Alben sind grandios und zeigen, wo es hingeht. Gerade “Everything…” ist für mich ein Klassiker.
Das neue ist aber okay. Ohne Kritik, aber die ersten beiden haben mehr Charakter und Profil. Das neue rutscht mir so durch und ich bin ein wenig enttäuscht.