GOLDEN BOYS – Electric Wolfman

8. Februar 2010

[Alien Snatch] Binnen weniger als zwölf Monaten liegt mir also schon wieder ein neues Album (wohl das insgesamt bereits vierte) dieses offensichtlich sehr fleissigen, texanischen Quintetts vor. Der titelgebende Opener stellt dabei zunächst einen ziemlich coolen, leicht psychedelisch angehauchten Garagenblueser dar und mündet sogleich in eine dezent schwülstige aber durchaus schöne und sehr soulvolle Südstaaten-Ballade namens “Rock with me forever”. Weiter geht es mit einigen angenehmen Lou Reed-Reminiszenzen, ein Schuss CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL schimmert auch immer wieder mal durch und mit fortlaufender Dauer drängen sich auch leichte Assoziationen an die VIOLENT FEMMES auf, was sicherlich auch dem mitunter recht leierigen, aber nicht unangenehmen Gesangsstil zuzuschreiben ist. Beim vorletzten der insgesamt elf Stücke, “Mr. Dickles”, meine ich dann zwischendurch sogar einen gewissen John Genzale mal verschlafen “Guten Tag” sagen zu hören … Unter dem Strich mutet mir “Electric Wolfman” jedenfalls ‘ne ganze Ecke homogener und nicht ganz so verzweifelt wie der Vorgänger “Whiskey Flower” an (wenngleich aber auch hier natürlich wieder so einiges an Bourbon ausgeschwitzt wird), was ich durchaus nicht bemängeln mag. Doch, eine absolut feine Scheibe, was es allerdings mit dem recht obskuren Schlusstrack “A message from Ross Johnson” genau auf sich hat, mag mir beizeiten aber bitteschön noch mal irgendjemand erklären … [ben accident]

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3. September 2010

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