Metalknacker PK #23
Holy… äh, satanic Shit! Es ist wieder vollbracht, die Thrash-Götter SLAYER haben ihre neusten satanische Ferse auf schwarzem Vinyl veröffentlicht und die Metalknacker-Gemeinde darf getrost in den Laden pilgern und die Scheibe blind kaufen, oder zusammen schnorren! Verdammt heißes Eisen zum scheiß kalten Winter! Mehr im Review weiter unten und vor allem hoffentlich im nächsten Heft. Nach jahrelangem Warten hatte Gevatter Satan endlich ein Einsehen und die großen Vier des Thrash-Metal kommen endlich einmal zusammen auf Tour! METALLICA, SLAYER, MEGADETH und ANTHRAX werden sich im Frühsommer dieses Jahres gegenseitig die Bühnenklinke in die Hand auf den SONISPHERE Festivals. Hammer Geil, oder?! Leider gibt es jedoch keine Show in Germoney (Man munkelt wegen der Scheiß Ausländersteuer! Fuck Nazi-Staat! Anm. Marky). Dafür aber in den angrenzenden Ländern, wie Polen, Tschechien, Schweiz. Egal wo und wie, ich muss dahin!!!
Falls euch der Punkrock mal zum Hals raus hängen sollte und ihr im Netz eine Prise geile Metalvideos für Umme ansehen wollt, empfehle ich euch die folgenden Links zum Online-Streamen!
1.: „www.rocktelevision.com/RockHard.htm“
Hier bekommt man in endloser Rotation fette Metalsounds serviert, jedoch mehr der mainstreamigen Sorte. Wer es mehr undergroundmäßig und heftig mag, sollte vorbei schauen unter:
2.: „www.undergroundvideotelevision.com/watch-the-podcast.php“
Hier kann man wöchentlich einen einstündigen Podcast streamen, mit mehr unbekannten Bands und vielen Live-Aufnahmen. Zuletzt noch die Krönung schlechthin! Die Amis haben wieder eine moderierte Metalshow. Vergesst Sabina Claassen mit „Mosh“, oder Vanessa Warwick mit „Headbangers Ball“. Nein, der Sender „VH1-Classics“ hat jetzt „THAT METAL SHOW“!
3.: „www.vh1classic.com/“
Drei Metal-Schlaumeier, die „normaler“ nicht aussehen könnten, laden sich zu jeder Show einen Metal-Star ein. Mit diesen diskutieren sie dann den neusten Klatsch und Tratsch der Metal-Szene, in der Art eines Männer-Stammtischs. Sehr geil! Zusätzlich lässt sich der Obermacker Eddie Trunk, seines Zeichens Metal-Wissens-Guru, immer 3 bis 4 Fragen zur Metal-Szene stellen. Wenn er abkackt, gibt’s einen Preis für den Fragensteller. Obergeil ist aber gegen Ende der Show immer der „Throwdown“. Hier wird über eine Gegenüberstellung von zwei Meinungen gefachsimpelt, dass es sich gewaschen hat. Wie so eine Sandkasten-Truppe zerpflücken sie die divergierenden Meinungen über die Dauer von zwei Minuten. Sowie z. B.: „Wer ist der coolere Metalsänger: Bruce Dickinson von IRON MAIDEN oder Rob Halford von JUDAS PRIEST“?! Ich sag euch, das ist der absolute Brüller!!!
Nun aber zu den Abstaubern des letzten Quartals:
SLAYER
„world painted blood“ [Columbia/SonyBMG]
Tja, wie oben schon angedeutet. Die Scheibe ist der Hammer geworden und das Beste was die Band seit „Seasons In The Abyss“ vor gut 20 Jahren abgeliefert hat, wenn man ihre geile Cover Scheibe „Undisputed Attitude“ von 1996 außen vor lässt! „World Painted Blood“ wäre der legitime Nachfolger von „Reign In Blood“ geworden, wäre er damals vor „South Of Heaven“ erschienen. Genau zwischen diese beiden Scheiben, lässt sich der neueste Output stilistisch einordnen. Viele einfach gestrickte Volldampf-Thrasher, werden nur durch wenige Midtempo-Groove Parts kurz unterbrochen. Dazu ist die Platte schon altbacken, aber knackig produziert. Herzlichen Glückwunsch die Herren Thrash Göttern, der Thron des Thrash-Metal gebührt Ihnen!!!
SUICIDAL ANGELS
„sanctify the darkness“ [Nuclear Blast/Warner]
Verdammt nochmal, ich liebe dieses Thrash Revival! Das vor allem auch dann, wenn neuere Bands, wie die SUICIDAL ANGELES, eine so geile Platte auf den Markt werfen. Dazu kommt die Combo auch noch aus Griechenland, wo man vielleicht fast als letztes solch eine geniale Band vermuten würde? „Sanctify The Darkness“ bietet absolut hoch professionellen Thrash Metal, der von der ersten bis zur letzen Minute zünftig durch ballert. Gekonntes Songwriting und eine feine, aber fette, Produktion hieven diese Platte in die obersten Ränge der Thash-Outputs von 2009!
HATEBREED
„s/t“ [Roadrunner Rec./Warner]
Die protagonisten Metalcore-Band schlechthin schickt sich an, ihr fünftes Studioalbum ins Rennen zu schicken. Es kürzlich haben sie ihre schicke Coverplatte „For The Lions“ rausgehauen und nun schon wieder neuer Stoff. Keine Ahnung wie die das machen? Trotz gut hörbar mainstreamigeren Songwriting, schaffen es die fünf Jungs so viel Härte in die 14 Songs zu packen, dass man ihnen einfach keine Stilbruch dafür ankreiden kann. Nach wie gibt´s deftig was auf die Zwölf und die Mitgröl-Fraktion kommt auch voll auf ihre Kosten und Live?! Ich glaub keine Band schafft es gerade die Massen so zum Ausrasten zu bringen, wie HATEBREEED. Der absolute Hammer!
DARK AGE
„acedia“ [AFM Rec. /Soulfood]
Holla Diarrahoe! Was kommt den da für eine geile Scheibe aus der hiesigen Region. DARK AGE aus Hamburg existieren schon seit 15 Jahren und haben erst 2008 ein geile Melodic-Death Scheibe veröffentlicht und nun schon wieder so ein heißes Eisen?! Songwriterisch sind die 4 Jungs alle auf Höchstniveau und neben den recht eingängigen Songstrukturen und Melodien besitzt „Acedia“ noch genügend Härte und Growls, damit die Nimmersatt-Hartfraktion auch zufrieden sein dürfte. Verdammt gute Scheibe!
TAKING DOWN
„time to burn“ [Roadrunner Rec./Warner]
Endlich noch eine geile Nicht(!) Thrash- oder Death Metal Platte, die Platz in dieser Metalknacker Hitlist fand. Der Sound von TAKING DOWN wird im Bandinfo zwar als kraftvoller Metal mit Glam-Touch beschrieben. Ich finde aber, dass dieser Vergleich leicht in die Irre führen kann. TAKING DOWN klingen nicht wie MÖTLEY CRÜE, oder POISON, sondern haben wesentlich mehr Eier. Trotz recht mainstreamlastigem und auf melodische Hooklines konzentriertem Songwriting, verstehen es TAKING DOWN sehr gut, kraftvolle Metal-Gitarren und auch Double-Bass-Drums in ihre Songs zu integrieren, damit der Sound nicht zu seicht klingt. Hart und doch hoch melodiös! Hält man sich dann noch vor Augen, dass „Time To Burn“ die Debut-Scheibe dieser Band ist, kann der Daumen nur noch steil nach oben zeigen!
HEATHEN
“the evolution of chaos” [Mascot Records/Rough Trade]
Ganze 19 Jahre hat es gedauert, bis die Thrash- und Speed Metal Institution HEATHEN eine neue Platte dem Metal-Volk kredenzt. Lässt man den Wiedervereinigungs- Output „Recovered“ von 2004, mit neu aufgenommen alten Songs und zusätzlichen Coverversionen, außen vor, ist „The Evolution Of Chaos“ erst der dritte Longplayer der Band! HEATHEN hatten nie ein festes Line-Up über einen längeren Zeitraum. Sie bekamen leider auch nie den Respekt der Massen, der ihnen hätte zustehen müssen, aufgrund ihrer äußerst anspruchsvollen ersten zwei Outputs. „The Evolution Of Chaos“ gesellt sich nahtlos zu diesen Meilensteine. Hoch anspruchsvolles Songwriting, gepaart mit technisch hoch versierten spielerischen Fähigkeiten, münden in 10 Songs und ein Intro. Von harten Thrash Songs bis zu melodischen Halbballaden, wird ein breites Klangspektrum geboten. Ich sag´s mal so, diese Platte hätten gerne METALLICA anstatt „Death Magnetic“ veröffentlichen sollen. Das wäre „Back to the Roots“ gewesen! „The Evolution Of Chaos“ ist die Quintessenz des melodischen Thrash- und Speed Metal. Besser geht´s nicht!
Weitere aktuelle Metal-Veröffentlichungen und die ausführlichen Reviews dazu, gibt´s auf unserer Homepage: www.pankerknacker.com, unter „Reviews“, nachzulesen. Metal Up Your Ass! Und, ach ja, man sieht sich im März dann sicherlich bei SUICIDAL TENDENCIES oder SLAYER in Berlin!
Cheers, Der Metal-Marky







Recent Comments
haha, das trifft den nagel auf den Kopf !...
tolle bilder, insbesondere aus freiburg ......
ouuh mani, stimmt das gerücht dass du demnächst in tel aviv boxt?...