SONIC SURF CITY / FAST FOOD – Lights Out

10. Februar 2010

[Rumble] SONIC SURF CITY, 1988 in Norrköping, Schweden gegründet und ursprünglich bis 1997 existierend, kann man wohl sicherlich ohne zu lügen zu den gleichsam bestgehütetsten Geheimnissen, wie auch schändlicher Weise zu den am meisten unterbewerteten Bands des 90er Jahre Pop-Punks zählen … Wobei, vielleicht trifft das ja auch nur auf unsere Breitengrade zu, vermochten es die Burschen doch immerhin sich im fernen Japan, wo angeblich sogar ein Liveclub nach ihnen benannt wurde, sowie im sonnigen Spanien einen gewissen Kultstatus zu erspielen. Nicht weiter verwunderlich also, dass nach dem im letzten Jahr vollzogenen Comeback auch einem Madrilenischen Label die Ehre zuteil wurde, die ersten Lebenszeichen der vier Knäckebrote nach geschlagenen zwölf Jahren zu veröffentlichen und hey, was soll ich sagen – schon ab den ersten Akkorden des Openers “Vote for summer!” glaubt man doch glatt die Zeit sei stehen geblieben!! Eine schlagartig sich in die Großhirnrinde fräsende Baggerloch- und Bubblegumhymne reinsten Wassers, die es mühelos versteht die besten Ingredienzien von den BARRACUDAS, JAN & DEAN sowie einer berühmten New Yorker Rockgruppe mit “R” zu einem unglaublich schmackhaften Surfpunk-Sahnetörtchen zu verbacken und Erinnerungen an längst vergangene Heldentaten der vier Nordlichter, wie z. B. “Sun, sex ‘n’ fun” oder “Surf rockin’” wach werden lässt … Der Gitarrensound ist dabei lobenswerter Weise auch alles andere als weichgespült und der sehr prägnante, nasale Gesangsstil von Woodie Hermanson hat ebenso nichts von seinem knödeligen Charme eingebüßt! Auch das etwas melancholischere “TV pop” sowie die sehr, sehr hübsche Ballade “Spanish sand fleas” mindern die Wiederhörensfreude nicht im geringsten und ich fiebere bereits jetzt schon mit großer Erregung dem für diesen Sommer angekündigten Album auf Killer Cobra Records  entgegen …

Sehr fein abgerundet wird diese Mini-CD schließlich noch mit vier Stücken von den aus Madrid stammenden FAST FOOD. Diese drei “latino kids in leather jackets” können aufgrund ihres mittlerweile nun auch schon 16-jährigen Bestehens ebenso getrost einen Veteranenstatus für sich proklamieren und überzeugen ihrerseits mit einem absolut abgezockten 90er Jahre Retro-RAMONES-Punksound, bei dem sich die Vergleiche zu alten No Tomorrow-Bands wie beispielsweise SHOCK TREATMENT und DEPRESSING CLAIM nicht nur aufgrund der spanischen Texte regelrecht aufdrängen … Als Rausschmeisser bekommt man dann noch eine gleichfalls hispanisierte Coverversion von “Make up your mind” der PARASITES serviert und es bleibt nur zu sagen: Muy bien, jättebra und bitte möglichst bald mehr davon! [ben accident]

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6. February 2012

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