THE ASSASSINATIONS – “Future Blasts From The Past”

8. Dezember 2009

[Hashishin]
Boh Alter, das hier haut dem Fuzz ja echt mal den Boden aus, höhöhö… Nee ernsthaft, „Intoxication“ der Opener vom Debüt dieser rotzcoolen und sehr hoffnungsfroh stimmenden Bande aus Berlin kickt schon gleich mal sowas von unverschämt fett nach vorne, leckomio, fast so als würde man einer lange verschollenen Drogenrocksession der Herren Interior, Vega und Osterberg lauschen! Große Worte, fürwahr, aber diese vier Gentlemen und die Lady am Keyboard verstehen sich in der Tat meisterhaft darauf, ein hochaphrodisierendes Süpplein zusammen zu brauen, deren maßgebliche Ingredienzien sich nicht nur aus 60ies-beeinflusstem Garagepunk und früh-70er Hardrock zusammensetzen, nein, auch dezente Anklänge von Rhythm’n'Blues und Soul lassen sich vernehmen. „Hallucination girl“ wiederum flirrt nervös zwischen der zurückgelehnten Honky Tonk-Attitüde früher Stones-Sachen und leicht psychedelischen Anwandlungen umher, während „Midnight cowboy“ auch ein von GUN CLUB gecoverter, vergessener LYNYRD SKYNYRD-Titel sein könnte – oder etwa umgekehrt?! Auch nicht schlecht, der ultradüstere und eine außerordentlich bedrohliche Atmosphäre verströmende Schleicher „Cities of  the red night“. Bei „Devil killed a woman“, dem vorletzten dieser neun wirklich enorm gut produzierten und abwechslungsreich arrangierten Songs bekommt man dann nochmal eine gewaltige Stonerrock-Breitseite in die Magengrube gerammt, bevor dann mit „The last night of the world“ alles versöhnlich in einem samtweichen Untergrund versinkt. Echt, ganz großes Tennis das und im Übrigen auch live eine absolute Sinnesfreude: Unbedingt auschecken! [ben accident]

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7. February 2012

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