THE UNTAMED – Delicious Death…

8. Februar 2010

[Heptown] Jo schon klar, auf den ersten audiovisuellen Eindruck hin erfüllt das dritte Album dieses Kopenhagener Trios natürlich sämtliche leidig-abgeranzten Horrorpunk-Klischees, die dem geneigten Rezensenten mittlerweile doch ehrlich gesagt ziemlich zum Halse heraus hängen: Die Musikanten verschleiern ihre Identität mittels irre gruseliger Synonyme wie “Helle Hellcat” oder auch einfach nur schlicht “The ghoul”, die Texte handeln routiniert die üblichen genre-immanenten Thematiken von Mord und Totschlag ab (schnaaaarch …) und auch der Gesang ist phasenweise recht arg vom Geiste des “devil’s Guglhupf” (a.k.a. Glen Danzig) himself beseelt. Doch obgleich es hier für meinen Geschmack mal wieder fast ‘ne Spur zu sehr nach Kunstblut und schlechter Schminke müffelt, kriegen die drei Dänen gerade nochmal rechtzeitig die Kurve und schaffen es sich, mittels eines wohltuend garagigen Klangbildes sowie des ein oder anderen kleinen, versteckten Hits unter den 16  kurz und knackig gehaltenen Songs, ein wenig von diversen anderen Vertretern ihres Metiers abzusetzen. Das mit flottem Swingappeal ganz gut ins Tanzbein gehende “Dolores”, das von einem leicht hypnotischen Orgelspiel begleitete und somit tatsächlich etwas Gänsehaut-Feeling verbreitende “Body of a stranger” oder das eher bluesige “Evil doin’ daddy” halten auch mehreren Durchläufen stand ohne sofort auf den Wecker zu gehen. Zudem sollte man natürlich lobend anerkennen, dass trotz einer deutlich zu vernehmenden Rockabilly-Kante auf den Einsatz eines nervtötenden Klickerdiklicker-Standbasses dankenswerter Weise verzichtet wird. Kann man unter dem Strich also durchaus gelten lassen, habe zumindest schon deutlich schlimmeres aus dieser Ecke vernommen … [ben accident]

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3. September 2010

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